Liliana zögert
Liliana: “Alisa, ich weiss, ich hab versprochen, deinem Bruder zu helfen und die Hälfte meiner Leber zu spenden.” Alisa: “Tamara, Jonas wird sterben! Wir könnten Paul bitten, uns zu beraten. Wir alle kennen ihn und vertrauen ihm.”

Dana erörtert Oskar inzwischen im Countryclub ihre Sichtweise: “Oskar, es gibt Millionen von Frauen, die während der Schwangerschaft arbeiten.” Paul kommt, er sucht neues Massageöl. Dana: “Sagen Sie ihm, dass kein Grund zur Sorge bezüglich meiner Schwangerschaft besteht.” Paul sagt es und fragt, wo der Nachschub des Massageöls bleibt. Oskar will Dana jetzt nach Hause begleiten. Während ihrem Abgang sagt Dana: “Das Massageöl sollte am Nachmittag geliefert werden.”

Paul ist jetzt bei den Castellhoffs: “In der Regel hat man sich schon zwei Monate nachher wieder erholt..Das Risiko lätaler Komplikationen kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.” Liliana: “Das bedeutet, ich könnte bei dieser Operation sterben?”

Oskar und Dana sind jetzt zuhause. Oskar: “Brauchst du einen Schluck Wasser?” Dana: “Nein. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Ich langweile mich hier zu Tode.” Oskar: “Wenn unser Kind aus dem Gröbsten raus ist, dann können wir wieder über deine Arbeit reden.” Dana: “Wann soll das sein? In fünf Jahren?”

Paul spricht immer noch mit Liliana, Alisa und Tamara: “Neben den körperlichen Risiken hat dies Operation auch eine psychische Komponente. Sie sollten Sie deshalb nur machen, wenn Sie hundert Prozent davon überzeugt sind.”

Lars kommt und fragt Tamara: “Hab ich das eben richtig verstanden? Du willst nicht, dass deine Mutter operiert wird?” Tamara und Lars streiten. Lars wütend: “Es geht darum, dass du den Tod deines Vaters nicht verkraftet hast, deshalb machst du einen solchen Psychoterror.” Es geht hin und her. Tamara: “Okay, das Problem kann ich für dich lösen: Ich mach mein Ding und du deins.” Lars: “Was soll das heissen?” Tamara: “Wir trennen uns.” Sie gehen auseinander.

Caro wird inzwischen von Oskar dazu verdonnert, Dana Gesellschaft zu leisten. Caro aber findet: “Ich hab hier einen Job.” Oskar: “Du tust, was ich dir sage!” Er drückt Caro Geld in die Hand und geht. Sie hatte gerade bei Conny auch kein Gehör gefunden. Ihre Mutter hatte ihr gesagt: “Es ist doch nicht das selbe, wenn man ein Kind bekommt mit der Frau, die man liebt (mit Dana), als wenn man unverhofft Vater wird (von Caro).”

Liliana sitzt draussen bei Ludwigs Baum und spricht mit ihm. Horst kommt und kann es Tamara nicht verdenken, schliesslich hat sie erst gerade ihren Vater verloren. Liliana: “Schliesslich bin ich auch Jonas’ Mutter. Ich fühle es nicht.” Horst sagt, er hätte weiter nach den Akten gesucht. Liliana: “Ich brauch jetzt keine Akte, wie soll mir eine Akte helfen, die Gefühle für meinen Sohn zu entwickeln?”

Caro und Dana
Dana denkt an Jonas und hört ihn sprechen: “Dana, bleib doch bitte noch.” Sie telefoniert ins Krankenhaus und erkundigt sich nach dem Zustand von Jonas Lenz. Da kommt Caro: “Hallo, Dana, hast du vielleicht Lust mit mir shoppen zu gehen?” Dana zynisch: “Mit dir?” Caro fährt fort: “Ich hab einen Laden in der Stadt entdeckt, da gibt es schöne Babykleider.” Dana: “Oskar hat dich geschickt!” Caro: “Nein, ich bin von allein gekommen. Ich hatte so viel Überzeit, da hat mir Oskar frei gegeben.” Dana: “Dann richte Oskar aus, dass ich weder einen Babysitter, noch eine Aufpasserin brauche.” Caro: “Scheisse!”

Das Schlafschaf
Gudrun hat Jonas’ Schlafschaf gefunden. Alisa und Christian kommen. Alisa erzählt: “Tamara hat sie (Liliana) angefleht, sich nicht operieren zu lassen. Sie steckt in einem ziemlichen Gewissenskonflikt.”

Oskar ist inzwischen wieder im Countryclub und siehe da, Dana ist auch da und sie fragt ihn gleich: “Einen Tisch für zwei?” Oskar nimmt sie beiseite: “Machst du dich eigentlich lustig über mich?” Dana: “Nein. Erstens erwarte ich einen anderen Ton von dir. Vergiss nicht, alle Welt erfährt, wie du mit einer schwangeren Frau umgehst. Und mit deinem Geschäftskollegen können wir gleich beginnen.” Da hat Dana es Oskar aber gegeben. Die Szene war ziemlich schlimm, Oskar wollte sie gar an den Haaren reissen.

Paul informiert. Dana: “Paul, bitte, was ist los?” Paul: “Tamara hat grosse Angst um ihre Mutter, sie will, dass sie sich nicht operieren lässt.” Dana: “Aber Jonas braucht die Spende ganz dringend. Wie lange hat er noch, ganz ehrlich?” Paul: “Zwei Tage. Vielleicht ist Jonas doch der Vater Ihres Kindes. Wenn Sie ihn nochmals sehen wollen, besuchen Sie ihn bald!”

Liliana ist bei Jonas, als Alisa das Schlafschaf bringt. Liliana erinnert sich: “Dieses Schaf, ich hab es genäht und dann hab ich es meinem Baby Jonas in die Wiege gelegt.”

Caro trifft inzwischen auf Oskar, der findet: “Das war doch ein ganz einfacher Auftrag…du hast dich so blöd angestellt, dass sie es gleich gemerkt hat!” Liliana ruft an. Oskar: “Liliana?” Wir hören ihre Stimme: “Komm bitte mit Dana gleich. Ich möchte, dass alle dabei sind, wenn ich die Entscheidung verkünde.”

Liliana zu Tamara: “Er ist mein Sohn. Ich hab mich erinnert und ich hab mich auch daran erinnert, wie sehr ich ihn geliebt habe.” Alisa meint derweil zu Gudrun: “Sie macht’s. Das Schlafschaf hat sie daran erinnert.”

Liliana orientiert: “Ich werde jetzt gleich ins Krankenhaus gehen und einen Teil meiner Leber für Jonas spenden. Ich hab mein Testament aufgesetzt. Mein privates Vermögen wird unter allen Kindern gleichmässig verteilt. Christian wird die Firma erben. Horst wird das Testament gleich zum Notar bringen.”

Paul wird als Beobachter bei der Operation dabei sein und die Familie über den Verlauf unterrichten. Horst bei Tamara: “Wenn du mit ins Krankenhaus kommen willst, die andern warten schon draussen.” Tamara: “Ich hab fast niemanden mehr seit Papa tot ist.” Horst: “Das weiss deine Mutter und sie wird dich niemals unter gar keinen Umständen allein lassen.” Tamara will beten: “Ich weiss gar nicht wie das geht.” Dann faltet sie die Hände und beginnt: “Lieber Vater im Himmel, wenn es dich gibt, bitte bestraf Mama nicht für ihre Entscheidung und lass auch Jonas überleben. Amen.”

Gudrun trifft auf Liliana: “Danke.” Liliana: “Ich hätte mir nie verzeihen können, wenn ich Jonas nicht geholfen hätte.” Gudrun: “Liebe wird nicht weniger, wenn man sie teilt.” Liliana: “Nein, das wird sie nicht.” Sie umarmen sich.

Liliana vor der versammelten Familie: “Ich möchte, dass ihr wisst, dass ich das Gleiche für jeden von euch tun würde.” Christian: “Das wissen wir. Bereit?”

Dana spricht mit sich: “Du gehst jetzt zur Arbeit, dann bist du wenigstens abgelenkt. Wo ist denn jetzt die Tasche?” Sie sucht und findet die Tasche schliesslich in ihrem Schrank. Als sie die Tasche herausnimmt fällt eine getrocknete Rose zu Boden. Die hat Jonas ihr gegeben. Sie erinnert sich: “Danke, das ist lieb von dir.”

Robert hat derweil zwei linke Hände im “Mona Lisa” und meint zu Betty: “So ein Mist, heute kriege ich nichts hin.” Betty: “Er hat den besten Schutzengel.” Robert: “Deinen Optimismus möchte ich haben.” Da lässt Betty auch was fallen und sie beginnt zu weinen: “Jonas kann doch nicht sterben. Er ist so was wie ein kleiner Bruder für mich.”

Gudrun wartet unruhig im Krankenhaus: “Hat Paul nicht gesagt, er hält uns auf dem Laufenden?” Karl: “Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Komm wir gehen in die Cafeteria und holen Kaffee für alle.” Sie gehen. Alisa fragt Tamara: “Alles okay?” Tamara: “Ich war vorher blöd zu dir, das tut mir leid.” Und da kommt Paul. Alisa: “Und?” Paul: “Die reinste Bilderbuch- OP.” Da erscheint eine Krankenschwester und flüstert Paul was zu. Alisa: “Was hat sie gesagt?” Paul: “Es gab eine Komplikation” Alisa scharf: “Bei wem?” Paul: “Bei Liliana.” Tamara: “Mama!”

Kommentar: Diese Szene ganz am Schluss ist ziemlich hart. Erst eine Bilderbuch- Operation und dann gleich der Hammer, es gab eine Komplikation. Was ich am härtesten finde ist, dass niemand Tamara in den Arm nimmt. In dieser Situation wäre es mehr als angebracht dies zu tun. Weder Alisa, Christian noch Paul tun es. Alle stehen einfach so da. Fertig.