400’000 Euro Schulden
Hanna: „Wo kommen denn auf einmal so viel Schulden her?“ Stefan: „Der Fischerkrug läuft schon lange nicht mehr. Dazu kamen Reparaturen: Dach und Kühlanlage, aufgehäufte, nicht bezahlte Zinsen..“ Hanna: „Er hat ernsthaft geglaubt, dass er 400’000 Euro zurückzahlen kann? Und als Sicherheit hat er der Bank den Fischerkrug überlassen.“ Hanna fragt sich, ob man bei der Bank Aufschub verlangen kann, dann könnte man einen Pächter finden und die Zwangsversteigerung verhindern. Stefan findet es schwierig, da er die neue Bankfachfrau bereits kennengelernt hat. Die Schuld ist schon sehr hoch, die Pachtkosten werden sehr hoch sein, um die Raten zu decken. Alexandra will es erst nochmal durchrechnen: „Wozu habt ihr hier eine Restaurantmarketingfachfrau?“

Ediths Tränen
Edith: „Ein alter Freund von mir ist gestorben. Es wundert mich auch, dass es mich so trifft, wir hatten uns viele Jahre nicht gesehen.“ Oskar: „Du hast gesagt, du hast eine sehr grosse Schuld auf dich geladen. Hast du etwas mit seinem Tod zu tun?“ Edith: „Natürlich nicht.“ Oskar: „Ich würde gern etwas für dich tun, aber solang ich hier drin bin!?“ Edith: „Du hast schon genug für mich getan. Du hast Neuigkeiten? Was hast du denn vor?“ Oskar: „Na ja, ich weiss jetzt, wie du mich rausholen kannst.“

Sommelier Wallenberg
Betty findet, da Sommelier Wallenberg auf Jobsuche ist, könnte doch er ihren Job übernehmen und sie könnte dann gehen. Da kommt Robert. Er kennt natürlich Johann Wallenberg, hat aber überhaupt kein Gehör für Bettys Anliegen: „Das geht jetzt nicht, das Bewerbungsverfahren dauert drei Monate. Ihr entschuldigt mich.“ Er geht. Johann Wallenberg findet, es gebe nur einen Grund für Roberts Verhalten, er sei in Betty verliebt. Da macht Betty aber grosse Augen.

Oskars Plan
Edith soll sich einspannen lassen, um Oskars Komplizen die Schuld zuzuschieben und ihn an seiner Stelle in den Knast zu bringen. Da er aber bereits 5 Jahre kassiert hat, würde er jetzt 8 Jahre sitzen müssen. Edith meint: „Das ist Meineid. Da mach ich nicht mit.“ Oskar: „Glaub mir, er wird mitmachen, du kannst ihn wenigstens fragen.“ Edith: „Allein das ist Meineid.“ Oskar: „Ich werde es keine 8 Jahre hier aushalten.“ Edith: „Wieso, was ist hier los?“ Oskar: „Du willst nicht genau wissen, was hier los ist. Ich sag folgendes aus: Ohne Geständnis wäre die Strafe viel höher ausgefallen.“ Edith will nicht: „Ich kann das nicht, Oskar, beim besten Willen.“ Sie geht.

Pacht
Alexandra: „Selbst bei der günstigsten Variante, wenn die Bank sich mit 0,5 Prozent Hebung zufrieden gibt und einem Zinssatz von 4 Prozent. Hanna, du müsstest jemand finden, der bereit ist, dir 1’800 Euro Pacht zu bezahlen.“ Hanna: „So wenig Geld für so viel Arbeit, das akzeptiert nur ein Eigentümer.“ Alexandra: „Hanna, du wolltest doch immer freisein, Hanna, du hast doch eigene Pläne. Das willst du alles aufgeben für ein vollig verschuldetes Restaurant?“

Betty
Jonas zu Robert: „Sag mal, hat die was?“ Robert: „Ja“, dann flüstert er: „ich muss doch noch erst das Abschiedsgeschenk fertigbringen.“ Betty: „Robert, willst du nicht Herrn Wallenberg erstmal eine Chance geben?“ Robert sagt: „Ja, warum nicht.“ Aber so lange muss Betty noch dableiben. Betty: „Sonst gibt es keinen Grund?“ Robert: „Was meinst du?“ Betty: „Etwas Persönliches? Du weisst doch, wir können über alles reden.“ Robert: „Ja.“

Organisation
Maximilian: „Hallo Mutter, wie gehts dir? Edith: Es geht so! Mir ist nur bewusst geworden, wie schnell alles vorbei sein kann.“ Robert telefoniert Maximilian, der meint: „Morgen früh? Jetzt doch so kurzfristig. Gut, ich rede mit meinem Koch.“

Hanna sinniert: „Papa, warum hast du denn nie was von deinen Schulden gesagt? Jetzt steh ich ganz allein da. Wir hätten doch eine Lösung gefunden. Papa, wie soll es denn weitergehen ohne dich? Deine Gäste sollen etwas Anständiges zu essen bekommen. Ich würde dir auch gerne deinen sehnlichsten Wunsch erfüllen und den Fischerkrug weiterführen, aber ich weiss nicht, ob ich das schaffe.“ Gitti: „Kannst du auch nicht schlafen? Wir werden die Beerdigung schaffen.“ Hanna: „Ich werd Rouladen machen.“ Gitti: „Sein Lieblingsessen. Komm ich helfe dir.“

Schlaflos in Schönroda
Oskar denkt nach. Maximilian macht einen Spaziergang draussen im Schnee. Edith denkt nach. Jonas betrachtet den schlafenden David und küsst Dana. Betty telefoniert mit Paul: „Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich auf dich freue, ich liebe dich Paul.“ Maximilian sieht an den Himmel, auch Hanna betrachtet den Himmel aus dem Fischerkrug. Zurzeit gibt es keine Sterne.

Hanna kocht
Da kommt Maximilian: „Hanna?“ Hanna: „Maximilian?“ Maximilian: „Hallo. Entschuldigung ich wollte dich nur fragen, ob du mich bei der Beerdigung dabei haben willst.“ Hanna: „Es tut mir leid..“ Maximilian: „Ist schon gut, wenn ich sonst noch was für dich tun kann.“ Hanna: „Du hast schon genug getan, du warst für mich da, hast mir zugehört.“ Er geht. Sie ruft ihn zurück: „Maximilian? Danke.“

Der richtige Vater
Edith: „Dana, ich habe gestern Oskar im Gefängnis besucht.“ Dana: „Was?“ Edith: „Er bereut aufrichtig und die Haft setzt ihm zu.“ Dana: „Weisst du eigentlich, was er mir und meiner Familie angetan hat?“ Edith: „Vielleicht ist er ja Davids Vater.“ Dana: „Vielleicht ist er sein biologischer Vater, aber er wird nie sein richtiger Vater sein!“

Zukunft
Betty: „Robert will mich einfach nicht gehen lassen, dabei hab ich ihm ja schon Ersatz besorgt.“ Karl: „Das ist aber merkwürdig, so hab ich ihn gar nicht eingeschätzt.“ Betty: „Robert hat sich anscheinend in mich verliebt.“ Karl ist erstaunt. Betty: „Klammern ist noch untertrieben.“ Karl: „Hast du schon mit ihm darüber gesprochen? Je länger du wartest, desto schlimmer wird es für ihn.“

Maximilian bei Robert im Laden. Er bringt das Catering. Robert zeigt ihm dafür das Geschenk, das er für Betty hat, es ist ein restaurierter alter Globus: „War schön viel Arbeit.“ Maximilian blickt auf Roberts verpflasterte Finger: „Nicht ganz schmerzfrei, wie ich sehe.“ Robert: „Es wird nie mehr so sein wie jetzt, aber wenn zwei Menschen füreinander bestimmt sind, dann kann sie nichts trennen.“

Edith kommt nochmals zu Oskar: „Ich habe alles versucht, um dich hier rauszuholen.“ Oskar: „Du musst mit Batschinski reden.“ Edith: „Du unterschätzt, was dich da draussen erwartet. Du unterschätzt Dana. Sie will ihren Sohn allein grossziehen.“ Oskar schreit: „Deshalb muss ich hier raus. Der Junge ist mein Sohn, ich weiss es, ich fühl es.“

Gitti und Alexandra
Gitti: „Ich kann mich noch genau an den Tag seiner Geburt erinnern, er war so klein und er hatte so viele Haare auf dem Kopf und jetzt muss ich ihn begraben.“ Stefan: „Wir können denn mal los, das Auto steht draussen. Weiss Hanna schon, was sie will?“ Alexandra: „Sie muss zuerst die Beerdigung überstehen. Gitti weiss noch nichts von der Überschuldung, sie soll es erst nach der Beerdigung erfahren.“

Abschied
Betty kommt in den Laden, wo alles für ein gemeinsames Essen vorbereitet ist: „Oh nein, Robert, wir müssen reden.“ Robert: „Magst du ein Glas Champagner? Betty, wir gehen schon so lange gemeinsam diesen Weg und jetzt ist der Moment gekommen, dir zu sagen..“ Betty: „Bitte sag’s nicht: Es tut mir leid, wenn ich hier weggehe, aber ich liebe dich nicht.“ Robert: „Nicht? Du bist ne tolle Frau, versteh mich nicht falsch.“ Betty: „Warum willst du denn, dass ich überhaupt hier bleibe?“ Robert: „Erstens, weil ich ein Geschenk für dich habe und weil ich wissen wollte, was du noch alles anstellst. Um es wieder gutzumachen, musst du jetzt mit mir essen. -Reisende soll man nicht aufhalten und Verliebte schon gar nicht.“

Johann Wallenberg schaut zum Fenster herein: „Na also, hab ich es mir doch gedacht.“

Heinrichs Beerdigung
Priester: „Wir verabschieden uns heute von Heinrich Sommer. Die Liebe und vor allem seine Tochter Hanna haben ihn am Leben erhalten und so kann es auch keinen treffenderen Grabspruch geben als diesen: Die Liebe höret nimmer auf. Lasset uns beten..“

Alles wird gut!

Jonas: „Hey, du bist ja aufgewacht. Wir sind wieder da, gleich bekommst du zu essen.“ Dana: „Mach ihm doch den Mund nicht wässrig, er wird sich schon früh genug melden. Edith war hier. Sie war bei Oskar. Ich hatte das Gefühl, dass sie ein gutes Wort für ihn einlegen will. Sie hat gesagt, dass er alles bereut.“ Jonas: „Die üblichen Lügen.“ Dana: „Edith hat gesagt, dass er sein Kind sehen will.“ Jonas: „Möchtest du einen Vaterschaftstest machen?“ Dana: „Nein, du bist der Vater und daran kann kein Vaterschaftstest was ändern und auch nicht Oskar.“ Jonas: „Hey, es wird alles gut, okay?“ Sie küssen sich.

Beerdigung (Fortsetzung)
„Amen. Ruhe in Frieden.“ Richard spricht: „Ich..es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass du so schnell von uns gegangen bist. Du warst mein Schwager, mein schwierigster Patient und bist dann doch noch mein Freund geworden. Du warst für viele hier ein Freund. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als meine Schwester zu mir gekommen ist und mir gesagt hat, dass Heinrich Sommer ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Ich hab ihr dringend davon abgeraten. Gott sei Dank hat sie nicht auf mich gehört. Luise hat dich erkannt, sofort. Sie hat gleich gewusst, dass in deiner rauhen Schale ein weicher Kern steckt. Ein humorvoller Mann mit einem grossen Herz. Und als dann deine Frau Luise so plötzlich gestorben ist, da stand dein Herz schon einmal fast still..“ Wir sehen Edith als Zaungast eingeblendet.

„..Aber durch die Liebe zu deiner Mutter Gitti und zu deiner wundervollen Tochter Hanna bist du am Leben geblieben. Du bist immer sehr eigenwillig, manchmal sogar wie ein störrischer Esel, deinen Weg gegangen. Deshalb glaube ich, es war deine Entscheidung. Du wolltest diesen Weg gehen, du wolltest zu Luise, deiner grossen Liebe. Du bist deinem Herzen gefolgt und das ist für uns alle in dieser schweren Stunde ein Trost. Du bist jetzt bei Luise. Leb wohl und grüss meine Schwester von mir.“

Robertos Feinkost- Abschied
Robert: „Ich wollte für dich einen schönen Abschied.“ Betty: „Ich wollte am liebsten hierbleiben.“ Robert: „Das geht nicht. Paul wartet auf dich am Bahnhof. Wenn wir hier gegessen haben, wirst du abgeholt. Du hast lange genug gewartet.“

Gitti an der Grabstelle von Heinrich: „Mein Junge, jetzt bist du da, wo du hinwolltest, bei Luise. Machs gut! Gehen wir!“ Edith tritt allein an die Grabstelle. Sie weint: „Bitte verzeih mir, Heinrich.“

Im Knast

Oskar trifft auf den Bibliothekar: „Da sind Sie ja.“ Der andere: „Fertig?“ Oskar: „Hören Sie, ich wollt sie um einen kleinen Gefallen bitten. Es wird sich für Sie lohnen.“ Er zeigt ihm viel Geld. Der andere: „Was soll ich machen?“ Oskar: „Hauen Sie mir eine rein, jetzt machen sie schon, oder wollen Sie das Geld nicht? War das alles?“

Hannas Abschiedsrede: Die Kraft der Liebe
Abschiedsessen im Fischerkrug. Gitti: „Du hast deinen Vater sehr glücklich gemacht.“ Richard: „..aber wenn er von dir geredet hat, dann haben seine Augen immer geleuchtet.“ Hanna: „Ich wollt mich bei euch bedanken, dafür, dass ihr hierher gekommen seid, um meinem Vater die letzte Ehre zu erweisen. Er hat immer gesagt, das Wichtigste im Leben ist die Kraft der Liebe. Sie führt zusammen, was zusammen gehört. Sie heilt alles. Sie kennt keine Zeit, sie hat keinen Anfang und kein Ende. Sie überdauert jeden Abschied und sei es auch der Tod. Sie gibt uns Kraft, auf die Menschen zuzugehen und gibt uns Vergebung. Sie gibt uns Kraft einzutreten für die Dinge und Menschen, die einem wichtig sind. Durch seinen Tod hat mich mein Vater die letzte Lektion gelernt: Den Menschen nah zu sein, die man liebt, solange es sie noch gibt.“ Gitti: „Das war eine schöne Rede.“

Maximilian: „Hey, Finn mein Grosser, ich kann leider dieses Wochenende nicht kommen, wie wär’s, wenn du früher zu mir kommst? Natürlich müssen wir das mit Mama absprechen, gibst du sie mir?“

Im Knast wird Oskar blutend gefunden: „Sie müssen Edith Castellhoff anrufen. Edith Castellhoff, Edith.“

Kommentar: Hanna will Maximilian nicht dabei haben bei der Trauerfeier. Sie hat so viel um die Ohren, dass das jetzt zu viel wäre. Nun werden wir Betty wohl nie mehr wiedersehen. Dafür gibt es ja jetzt Johann Wallenberg, der sie auch gleich im Feinkostladen ersetzen wird. Was wir bisher noch nicht wissen ist, wo Johann wohnt. In der nächsten Folge wird Finn, Maximilians Sohn eingeführt.