40 Leute schreiben für Lena
Es gibt ein festes Team von zwölf Schreibenden um Chefautor Günter Overmann, aber auch mehrere freischaffende Autoren. Die Schreibenden müssen sehr schnell schreiben können, nur wenige Autoren halten dieses Tempo auch durch. Verlegerin Sandra Uschtrin hat ein wirklich gutes Interview mit Günter Overmann, dem Chefautor der Telenovela Lena- Liebe meines Lebens geführt und es mir für meine Leser zur Verfügung gestellt.

Argentinische Adaption mit viel krimineller Energie

Das wirklich neue an Lena ist die Nähe zum Krimi: „Ich meine, alle Telenovelas haben irgendwann einen Krimiplot. Aber bei „Lena“ ist der schon sehr stark mit dem Liebespaar verbunden“, berichtet Günter Overmann und fährt weiter: „und noch eine Besonderheit: Wir erzählen sehr viel schneller. Sicher schneller als bei „Hanna – Folge deinem Herzen“. Ganz sicher auch als bei „Rote Rosen“ oder „Sturm der Liebe“. Es gibt mehr Handlung pro Folge, aber nicht mehr Szenen als sonst für diese 42 Minuten. Denn die Anzahl der Szenen ist ja begrenzt durch die Kapazität von Team und Studio. Die Hauptdarsteller tun mir ohnehin leid: 40 Szenen die Woche drehen – das ist Wahnsinn!“

Sandra Uschtrin: „Müssen die Schauspieler die Texte denn wirklich auswendig lernen oder dürfen sie auch improvisieren und mal etwas hinzufabulieren, was so gar nicht im Drehbuch steht?“
Günter Overmann: „Eher selten. Natürlich versprechen sie sich mal. Aber hinzufabulieren – nein. Das ist anders als bei anderen Formaten, bei denen die Darsteller nur grob wissen, was sie sagen sollen und keine geschriebenen Dialoge existieren. Bei uns wird jeder Satz ausgeschrieben und im Prinzip auch so gesagt.“

Das ganze Interview könnt ihr hier lesen. Ich danke Sandra Uschtrin herzlich und wünsche viel Spass beim Lesen!

(Quelle: Uschtrin, Sandra: Die Welt der Telenovela. Interview mit Günter Overmann, Chefautor von “Lena – Liebe meines Lebens”. In: Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren. Heft 84. Oktober/November 2010. München: Uschtrin Verlag. Seite 10-14)