Abschied in Schönroda
Mit trauernden Menschen umzugehen ist nicht einfach: Tamara zum Beispiel meint zu Lars: “Ich bin nicht sehr unterhaltsam” und ist schliesslich lieber allein: “Lass mal Lars, geh mal nach Hause, du hast bestimmt was zu tun.” Lars hat die Trauerkarten beschriftet, eingetütet und abgeschickt und Tamara hat bereits die nächste Schlaftablette genommen und will nur schlafen.
Liliana weint am Pool und empfindet dies als Schwächeanfall, deshalb meint sie auch zu Horst: “Ich will nicht, dass Christian und Tamara mich so sehen. Sie dürfen niemandem von meinem Schwächeanfall berichten. Versprechen Sie das?” Horst fährt sie dann ins Atelier zu Alisa. Arbeit gehört für Liliana unbedingt dazu. Ist hier Arbeit Ablenkung oder gar Unterdrückung der eigenen Trauer?
Horst äussert seine Bedenken gegenüber Christian: “Ihr Onkel (Oskar) benimmt sich seltsam, seit Ihr Vater gestorben ist. Er (Ludwig) ist ertrunken, vorher hatte er einen Schlaganfall. Wie es dazu gekommen ist, weiss niemand. Er (Oskar) profitiert am meisten. Ihr Vater Ludwig ertrank, bevor er sein Testament ändern konnte.” Noch findet Christian: “Niemand trägt Schuld an Vaters Tod, nicht mal Oskar.”
Alisa findet Ludwigs Tod eigenartig und äussert gegenüber Betty: “Da stirbt Ludwig Castellhoff einen Tag vor seiner Hirnoperation!?”
Oskar entschuldigt sich bei Dana: “Es tut mir leid, wegen gestern. Ich wollte dir mit dem Taschenmesser keinen Schreck einjagen.” Er hatte ja Ludwigs Geist mit dem Messer vertreiben wollen und stand Dana gegenüber. Sie meint: “Ehrlich gesagt finde ich es ganz beruhigend, dass dich der Tod deines Bruders nicht kalt lässt.” Aber muss er deswegen mit einem Messer auf Dana losgehen? Oskar geht duschen und Gabriele Lorenz telefoniert. Dana nimmt sein Handy ab und erfährt, dass Frau Lorenz sofort abgereist ist und sich gar nicht mit Oskar getroffen hat beim Empfang. Weshalb tut Oskar dann vor Dana so, wie wenn?
Liliana erhält Post
Der Brief ist von Ludwig: “Meine liebste Liliana, wenn du diesen Brief erhältst, habe ich die Operation bereits hinter mir. Mit den beiden Flugtickets möchte ich ein Versprechen einlösen. Ich möchte dir helfen, das Geheimnis deiner Vergangenheit zu lösen.” Das Couvert enthält einen Flug für zwei nach Teneriffa.
Tamara ist aggressiv gegen Caro: “Wie solls mir denn gehen? Keine Ahnung, ob ich stark genug dafür bin.” Sie meint die Trauerfeier. Die Schlaftabletten sind griffbereit in ihrer Handtasche, obwohl Tamara doch eigentlich eher etwas Aufputschendes bräuchte, um diesen Anlass durchzustehen.
Dana spricht zu Oskar: “Du hast gesagt, es war die Lorenz. Wieso belügst du mich? Das heisst, du warst mit keiner andern Frau zusammen?” Oskar verteidigt sich mit einem Angriff: “Gleich wird Ludwig beigesetzt und was machst du? Du machst mir beleidigende Vorwürfe.” Dana: “Entschuldige.” Umarmung. Das fühlt sich aber ziemlich kalt an für eine Umarmung!
Alisa ist da, Christian: “Danke, dass du gekommen bist.” Paul ist auch da. Oskar: “Setzen wir uns doch.” Liliana zu Tamara: “Mir fällt es auch schwer, aber dein Vater hätte gewollt, dass wir das durchstehen.” Oskar beginnt seine Rede:…”Dein Vermächtnis in deinem Sinne weiterzuführen, gelob ich hiermit feierlich.”
Bernhardt stürmt Trauerfeier
“Du mieser Heuchler. Halt dein verlogenes Maul. Wenn jemand vom Tod deines Bruders profitiert, dann bist du es doch!” findet Bernhardt Hundt und reisst Oskar zu Boden. Tamara meint darauf: “Das hat Papa nicht verdient.” Horst bringt den betrunkenen Bernhardt Hundt nach Hause. Wie heisst es doch so schön: Betrunkene und Kinder sagen die Wahrheit.
Christian übernimmt: “Er war ein Mann, der für seine Ziele kämpfte. In den Wochen vor seinem Tod hat er mir und seinen Angehörigen gezeigt, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen…bis zuletzt… Sein Vermächtnis ist seine Hoffnung für uns, dass es nie zu spät ist, nochmals von vorne anzufangen.”
Horst kommt zurück: “Ich habe Herrn Hundt zuhause abgesetzt.” Oskar: “Ich habe keine Ahnung, was er mit seinen Äusserungen sagen wollte.” Dana: “Stand die Urne nicht vorher noch da?” Tamara ist draussen unter dem Mandelbaum mit der Urne. Sie will Ludwigs Asche hier verstreuen. Oskar: “Das kann doch nicht euer Ernst sein? Es ist verboten, die Asche von Toten zu verstreuen.” Schon sieht Oskar wieder Ludwigs Geist. Dana meint zu Oskar: “Es ist für dich doch schwerer, als du gedacht hast. Er war dein Bruder.”
Christian: “Wir sollten jetzt wirklich zum Friedhof…und denkt an die Urne.” Oskar tritt in die Wohnung und macht einen Schuhabdruck. Christian erinnert sich an den Schuhabdruck, den er am Pool gefunden hat. Er war auf dem Handtuch, das er seinem Vater unter den Kopf gelegt hat, als er reanimiert wurde. Oskar: “Was guckst du?”
Kommentar: Horst verdächtigt Oskar. Bernhardt beschuldigt Oskar. Dana erfährt, dass Oskars Alibi nicht stimmt. Und jetzt sieht Christian auch noch den Schuhabdruck. Es wird ziemlich eng für Oskar. Robert fühlt sich gerade ziemlich beengt durch Betty, sie ist nämlich eingezogen bei Alisa und er wusste von nichts…
