Am Krankenbett von Jonas
Liliana und Alisa stehen sich gegenüber am Krankenbett von Jonas. Sie haben gerade zusammen das Kinderlied für Jonas gesungen. Alisa: “Das Lied, das kann kein Zufall sein, Liliana.”
Liliana: “Die Chance, dass so ein Organ von der Familie kompatibel ist, ist am grössten, oder?” Alisa: “Daran hab ich ja noch gar nicht gedacht.” Und weiter meint Liliana: “Ich hatte sowieso vor, mich testen zu lassen. Bei der Gelegenheit können wir nochmals einen Gentest machen, einverstanden? Dann bin ich jetzt die einzige Hoffnung für Jonas?” Alisa: “Danke, dass du das für Jonas tust. Das ist doch selbstverständlich. Selbst wenn ich nicht seine Mutter wäre, würde ich es tun.”
Jonas’ Mütter stehen sich gegenüber
Vor dem Krankenhaus treffen Alisa und Liliana auf Gudrun. Alisa erzählt ihr, dass sie soeben für Jonas gesungen hat. Gudrun erfreut: “Das Lied kenne ich leider nicht, ihr habt es immer vor mir geheim gehalten.” Alisa: “Liliana kennt es, Mama. Wir hatten damals recht mit unserer Vermutung. Liliana ist Vera Himmelreich.”
Oskar ist inzwischen mit Dana zuhause: “Glaubst du, es wird ein Junge? Ihr Frauen habt doch immer so ein Bauchgefühl.” Dana hat aber keines. Oskar: “Wann hast du es erfahren?” Dana: “Heute Nachmittag. Ich hatte einen Schwächeanfall. Paul war da. Ich ging in die Apotheke und machte einen Test.” Da hat Dana aber ziemlich geschummelt mit dieser Story.
Wir kehren zurück vor das Krankenhaus. Gudrun: “Was soll ich sagen? Ich freu mich für euch.” Alisa: “Mama, es ist ein grosses Glück, dass wir Vera gerade jetzt gefunden haben. Vielleicht kann sie Jonas das Leben retten.” Gudrun: “Aber natürlich.” Sie gibt Liliana ein paar CDs in die Hand: “Würden Sie die Jonas, ich meine Ihrem Sohn, geben?” Gudrun geht. Alisa läuft ihr nach: “Mama!”
Liliana ist beim bewusstlosen Jonas und legt ihm die CDs hin: “Von deiner Mutter. Ich meine von Gudrun.”
Alisa telefoniert mit Betty und erzählt ihr alles: “Ich hab gerade meine Mutter nach Hause gebracht.” Betty: “Liliana?” Alisa: “Nein, Gudrun.” Da kommt Alisa schon zur Tür herein und die zwei Freundinnen Betty und Alisa stehen sich gegenüber. Betty: “Und wie geht es dir jetzt?” Alisa: “Frag mich was leichteres.” Alisa erklärt Betty Lilianas Amnesie.”
Wir sind wieder bei Liliana und Jonas: “Es tut mir leid, dass wir uns so fremd sind. Ich kann mich nicht mal an deine Geburt erinnern oder an dein erstes Lachen, wie soll ich mich da wie deine Mutter fühlen?”
Wir springen wieder zu Betty und Alisa. Betty: “Du und Christian, ihr seid Geschwister?” Alisa: “Er ist ihr Stiefsohn.” Betty: “Habt ihr ein Schwein!”
Talentscout
Lars hat sehr gut Fussball gespielt. Bernhardt: “Lars, das ist Herr Henk, der Talentscout. Du kannst ein Training machen bei den Profis von Braunschweig.”
Tamara: “Lars, es wird einen Spender geben. Rechtzeitig. Da bin ich mir sicher. Und wenn Jonas dann aus seiner Narkose erwacht, dann kannst du ihm von deinem Erfolg erzählen.”
Giftschlangen
Caro zu Dana: “Herzlichen Glückwunsch oder soll ich lieber sagen: herzliches Beileid?” Die Schwangerschaft wird Danas Figur nicht unbedingt zuträglich sein, giftet Caro. Dana giftet zurück: “Ich verstehe mich sehr gut mit deinem Vater. Könnte eng werden in der Villa in der nächsten Zeit für dich.”
Gudrun und Conny
Karl und Lars kommen nach Hause und werden von Gudrun orientiert: “Vielleicht gibt es einen Spender. Frau Castellhoff.” Fragende Gesichter. Gudrun: “Liliana Castellhoff. Sie hat sich testen lassen.” Karl: “Wann erfährt sie das Ergebnis?” Gudrun: “Morgen.” Karl: “Morgen, erst? Wie gross ist denn die Chance, dass ihre Leber kompatibel ist?” Gudrun: “Gross, sehr gross, sie ist ihre Mutter.” Grosse Augen allerseits.
Conny schimpft mit Bernhardt:” Morgen ist dein Prozess und du willst dir schon wieder die Hucke vollsaufen?” Bernhardt: “Jonas liegt inzwischen im Koma, der Junge stirbt vielleicht wegen mir.” Conny: “Das ist schrecklich, aber niemandem hilft es, wenn du dich jetzt aufgibst. Du solltest dich wenigstens entschuldigen.” Bernhardt wütend: “Du bist doch auch nicht besser. Sonst hättest du mir nicht 19 Jahre verschwiegen, dass Caro nicht meine Tochter ist.”
Christian und Alisa sind bei ihr zuhause, sie meint: “Wir sind jetzt Stief- Halbgeschwister, so viel Zeit muss sein.” Christian: “Jonas wir durchkommen. Liliana ist bestimmt mächtig stolz auf ihre anderen Kinder.” Alisa: “Tamara und ich sind jetzt richtige Halbgeschwister, das ist ein schöner Gedanke.”
Gudrun: “Was für eine Ironie des Schicksals. Vielleicht ist gerade die schlimmste Nachricht (Liliana ist Vera Himmelreich) die Beste. Hoffentlich ist es für diesen Test nicht zu spät, sonst bin ich schuld, wenn Jonas stirbt! Der erste Gentest war ja positiv!” Karl: “Du hast von Schicksal gesprochen, Jonas wird überleben.”
Im Hause Castellhoff
Liliana zu Tamara: “Du weisst es schon?” Tamara: “Ja. Und wie kommst du damit klar?” Liliana: “Es ist alles sehr aufregend für mich. Vielleicht kann ich sein Leben retten. Tamara, auch wenn ich noch zwei weitere Kinder habe, ich werde dich immer lieben und ich werd’ für dich da sein.” Umarmung.
Alisa resümiert nochmals: “Das ist es. Mamas Marmeladenglas. Als ich noch nicht wusste, dass Liliana meine Mutter ist, da war zwischen uns diese Verbundenheit und jetzt, da ich weiss, dass sie meine Mutter ist, ist sie mir fremd!?” Alisa denkt nach: Wie es Liliana wohl gerade geht? Wir können uns nicht an sie erinnern, weil wir noch zu klein waren und sie wegen ihrer Amnesie. Ob wir jemals eine gute Beziehung miteinander haben werden?
Liliana zu Horst: “Ich bin Vera Himmelreich, die Mutter von Alisa und Jonas Lenz.” Horst: “Aber Sie sind nicht wirklich glücklich damit?” Liliana: “Wie könnte ich? Ich bin nach Hause gekommen und da war Tamara.” Mit ihr hat Liliana diese tiefe Verbundenheit. Horst: “Sie haben sich an ein Lied erinnert. Ich bin sicher, bald werden sich auch die restlichen Puzzle-Teile zusammenfügen.”
Liliana sitzt allein vor dem Haus. Oskar und Dana kommen: “Guten Morgen.” Liliana: “Ihr seht ja so gut gelaunt aus?” Oskar: “Weil wir bald nicht mehr nur zu zweit sind.” Liliana: “Dana, du bist schwanger? Das freut mich.” Liliana erhält einen Anruf: “Der Gentest ist schon fertig?” zu Dana und Oskar: “Das war das Krankenhaus. Ich hab mich testen lassen.” Oskar: “Und was war mit dem Gentest?” Liliana: “Unsere Familie bekommt in gewisser Weise noch mehr Zuwachs. Jonas und Alisa sind meine Kinder.” Oskar: “Woher hast du diese Informationen?” Er erinnert sich, dass er die Dokumente in seinem Safe hat. Liliana: “Es ist durch einen Zufall rausgekommen, durch ein Kinderlied.” Oskar: “Ein Kinderlied? Ja, was sagt man dazu? Herzlichen Glückwunsch!”
Caro beklagt sich derweil bei Tamara: “Jetzt krieg isch so ne kleine Windelsirene als Halbgeschwister. Du hättest Oskar mal hören sollen…dabei hat er schon eine Tochter, mich! Was suchst du eigentlich im Internet?” Tamara recherchiert wegen Leberspende. Nun wird sie wütend: “Das ist mir schon klar, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass man sich mal um andere kümmern kann, aber ich hänge an meiner Mutter.”
Oskars Machenschaften
Oskar schaut gleich in seinen Tresor. Die Unterlagen über Vera Himmelreich sind noch da. Dana kommt nach und fragt: “Was machst du?” Oskar: “Nur Geschäfte.” Dana: “Wie kannst du nur jetzt ans Geschäft denken. Liliana heisst Vera Himmelreich und hat noch zwei weitere Kinder. Das ist doch unglaublich.” Oskar: “Mach dir lieber Gedanken um uns. Sitzen die zwei bald an unserem Frühstückstisch?” Dana: “Alisa und Jonas?” Oskar: “Was ist dann mit unserem Erbe?”
Karl orientiert Bernhardt: “Es könnte sein, dass sich doch noch ein Spender gefunden hat.” Bernhardt: “Danke, Herr Lenz, dass Sie mir das sagen. Ich denke jeden Moment an Ihren Sohn.” Karl: “Ich auch. Ich auch.”
Oskar zu Dana: “Übernimm dich nicht.” Im Countryclub Paul zu Dana: “Frau Castellhoff, die Abrechnung. Sieht aus, als hätten Sie eine Lösung für Ihr Problem gefunden.” Dana: “Oskar ist der Vater. Er hat sich so über die Schwangerschaft gefreut.” Paul: “Auf einmal! Die anderen werden sich ihre Gedanken machen, wenn sie sehen, wie extrem Sie auf alles reagieren, was mit Jonas Lenz zu tun hat.” Dana bittet ihn, zu schweigen.
Sie will rübergehen zu Oskar und stolpert ihm in die Arme. Oskar: “Dana, was machst du denn?” Paul kann nichts finden, was bei Dana nicht okay ist. Sie soll doch zum Frauenarzt. Oskar: “Es wäre besser, wenn du nicht mehr arbeitest. Weshalb musst du ausgerechnet jetzt arbeiten, wo du schwanger bist?” Dana: “Als ich diesen Job annahm, da wusste ich nicht, dass ich schwanger bin.” Oskar: “Ich fahr dich jetzt nach Hause. Keine Widerrede. Nimm die Tasche.”
Alisa erfährt derweil gerade im Krankenhaus, dass der Gentest positiv ist: “Sie beiden sind zu 99,9 Prozent Liliana Castellhoffs leibliche Kinder.” Liliana kann spenden. Alisa freut sich sehr: “Jonas hast du gehört, sie kann! Jetzt wird alles gut. Ich muss sofort zu ihr.”
Tamara eröffnet derweil Liliana, dass sie recherchiert hat: “Nein, da stand, dass das Risiko grosser Komplikationen nicht ausgeschlossen werden kann. Du hast mir gestern Abend versprochen, dass du immer für mich da bist. Mach ’s nicht! Ich hab gerade erst Papa verloren, ich will nicht auch noch dich verlieren.” Alisa kommt freudestrahlend daher: “Weisst du ’s schon?” Liliana: “Ich brauch noch etwas Zeit.” Alisa irritiert: “Aber wir haben doch gar keine Zeit!” Liliana: “Dieser Eingriff ist nicht ungefährlich und ich fürchte, mir ist das Risiko einfach zu gross.”
Kommentar: Da läuft gerade mal alles anders als geplant. Oskar will dass Dana sich schont und nicht mehr arbeitet, obwohl es ihr doch gefällt und gut tut. Endlich ist eine Spenderin da, Liliana und sie will auch spenden, aber da wehrt sich Tamara und bringt ihre Mutter in einen grossen Konflikt. Beide Kinder brauchen sie, beiden kann sie nicht gerecht werden. Wie wird sie das Dilemma lösen?